Kreisjugendfeuerwehrtag 2017
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Mini-Fußball zum Kreisjugendfeuerwehrtag

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Am Samstag den 07.10.2017 blickte die Jugendfeuerwehrwelt des Kreises Herford nach Löhne. Im Schulzentrum Melbergen im Ortsteil Gohfeld fand an diesem Tag der Kreisjugendfeuerwehrtag statt. Aus diesem Anlass hatte die Jugendfeuerwehr Gohfeld Wittel, als Sieger des letzten Spiels ohne Grenzen und damit Ausrichter des Kreisjugendfeuerwehrtags, zum Tischkicker-Turnier geladen.

In zahlreichen spannenden Begegnungen spielten insgesamt 18 Mannschaften um den Sieg. Ein Team bestand dabei immer aus 4 Jugendlichen, die Spielzeit betrug pro Partie 10 Minuten. Am Ende setzte sich die Jugendfeuerwehr Bünde vor den Gruppen aus Herford-Schwarzenmoor und Löhne-Ort als Sieger durch. Neben dem Wanderpokal, überreicht durch Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer, sicherten sich die Bünder Jugendlichen damit auch das Privileg den nächsten Kreisjugendfeuerwehrtag ausrichten zu dürfen.

Im Anschluss an das Turnier fand in der Aula des Schulzentrums die offizielle Feierstunde statt. Kreisjugendfeuerwehrwartin Natascha Meier konnte dabei viele Gäste aus Politik, Rat und Verwaltung, den Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer und seinen Stellvertreter Bernd Kröger sowie einige Leiter der Feuerwehren aus den Kommunen des Kreises Herford begrüßen. „Teamgeist- Spaß - Action - Respekt- Verantwortung- Toleranz“ unter diesen Schlagworten präsentierte Meier Ihren Rückblick auf das vergangene Jahr 2016. 443 Mitglieder verzeichnen die Jugendgruppen im Kreis Herford zum Jahreswechsel 2016, davon 100 Mädchen. Eine Zahl, die nur dadurch getrübt wird das sich der Mitgliederstand leider um 18 Jugendliche im Vergleich zum Vorjahr dezimiert hat. „Neben den rund 1000 Stunden feuerwehrtechnischer Ausbildung“ berichtet Meier, „werden in den Jugendfeuerwehren des Kreises Herford verschiedene Freizeitmöglichkeiten geboten, die in dieser Vielzahl ihresgleichen sucht. So wurden im Jahr 2016 neben der feuerwehrspezifischen Ausbildung noch 2100 Stunden allgemeine Jugendarbeit und ca. 57 Tage Freizeiten oder Zeltlager organisiert und durchgeführt.“ Auch an die Jugendwarte und Betreuerteams richtete Natascha Meier im Verlauf Ihres Rückblickes das Wort. „Mit Kreisweit rund 16900 Stunden für Vor- und Nachbereitungen, Besprechungen und Aus- und Fortbildung – neben der eigenen Mitgliedschaft in den aktiven Einheiten, euren Familien und Freuden, dem Beruf und sicherlich vielem mehr – engagiert Ihr euch für unsere Nachwuchskräfte. Dafür gilt euch mein größter Dank.“ Mit einem kurzen Rückblick auf das bereits angebrochenen Jahr 2017 kam Meier langsam zum Schluss Ihres Rückblickes. So nahmen zum Beispiel Gruppen aus Herford, Rödinghausen, Spenge und Löhne erfolgreich an der Abnahme der Leistungsspange, der höchsten Auszeichnung die ein Jugendfeuerwehrmitglied erreichen kann, teil. Am kommenden Wochenende sind dann wieder die Betreuerteams und Jugendwarte gefragt, es findet eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Lager und Fahrten“ im Jugendgästehaus in Rödinghausen statt.

Neben Natascha Meier richteten auch einige geladenen Gäste Ihre Grußworte an die versammelten Jugendlichen. Seitens der Verwaltung des Kreises Herford sprach Silke Vahrson-Hildebrand, Amtsleiterin des Amtes für Sicherheit und Ordnung, Ihren Dank für die beeindruckenden Leistungen der Jugendfeuerwehren aus. „Die Jugendarbeit bei den Jugendfeuerwehren ist ein wichtiger Bestandteil für die Leistungsfähigkeit der aktiven Einheiten“, stellte Vahrson-Hildebrand die Arbeit der Jugendgruppen in den Vordergrund. Ähnliche Worte fand auch Egon Schewe, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Löhne, in seinen Grußworten. „Man muss sich engagieren und Aufgaben übernehmen um die gesellschaftliche Entwicklung der Jugendlichen zu fördern. Dies alles leistet die Jugendarbeit der Feuerwehren in einem hohen Maß“

Abschließend richtetet Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer das Wort an die Versammlung. Neben seinem Dank für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr, fand Hackländer auch kritische Worte. „Gemeinschaftsveranstaltungen wie der Kreisjugendfeuerwehrtag gehören zur Arbeit der Jugendfeuerwehr genauso dazu, wie die Dienstabende und Freizeiten.“ Aus diesem Grund wünscht sich Hackländer, dass die Teilnehmerzahlen an den kommenden Kreisjugendfeuerwehrtagen wieder deutlich steigen. In einem kurzen Ausblick zeigte Hackländer auf, welche Themen zukünftig auf die Jugendfeuerwehren zukommen. So dürften in der heutigen Zeit die Punkte Inklusion und Integration genauso wenig missachtet werden, wie die bisher im Kreis Herford skeptisch betrachteten Kinderfeuerwehren. „Eine Jugendarbeit in den Freiwilligen Feuerwehren wird in naher Zukunft ohne Kinderfeuerwehren nicht mehr möglich sein“, fasste Hackländer abschließend zusammen. Konkrete Planungen dazu, würden in zwei Kommunen des Kreises bereits laufen.

 

Text: Sebastian Pörtner
Fotos: S. und J. Pörtner

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