Dachstuhlbrand im Ortsteil Mennighüffen

Dachstuhlbrand in Löhne Mennighüffen

In den frühen Morgenstunden des 04.03.2021 wurde die Feuerwehr Löhne zu einem Dachstuhlbrand im Ortsteil Mennighüffen alarmiert.

Die erste Alarmierung erfolgt um 03:03 Uhr mit dem Stichwort „Feuer 2, Brand Wohnung“. Es sollte laut Anrufer in einer Dachgeschosswohnung eines freistehenden, landwirtschaftlichen Gebäudes brennen.  Nachdem weitere Anrufer den Brand ebenfalls der Leitstelle des Kreises Herford meldeten, wurde durch den diensthabenden Wachabteilungsführer der Löhner Feuer- und Rettungswache noch auf der Anfahrt das Alarmstichwort auf „Feuer 3, Brand Dachstuhl“ erhöht. Dadurch wurden frühzeitig bereits weitere ehrenamtliche Einheiten der Löhner Feuerwehr alarmiert.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte hatten bereits alle Bewohner das Gebäude selbstständig verlassen. Der Dachstuhl brannte zu diesem Zeitpunkt im Bereich der Wohnbebauung in voller Ausdehnung. Erste Einsatzkräfte starteten die Brandbekämpfung mit Atemschutzgeräten in der Dachgeschosswohnung, mussten diese Maßnahme aber aufgrund der Brandintensität wieder abbrechen. Es wurde schnell klar, dass der Brand nur durch einen massiven Personal- und Materialeinsatz zu bewältigen ist. Darauf hin wurde durch den Einsatzleiter um 03:19 Uhr das Alarmstichwort auf „Feuer 4, Gesamtalarm Feuerwehr Löhne“ erhöht. Zusätzlich wurden aus dem Kreisgebiet eine weitere Drehleiter, der Abrollbehälter Tank/Wasser sowie zwei zusätzliche Tanklöschfahrzeuge angefordert.

Im Zuge der ersten Löschmaßnahmen, wurde die Einsatzleitung auf ein Heulager aufmerksam gemacht, welches sich angrenzen zum Brandort hinter einer Brandschutzwand befand. Zum Schutz des Heulager und zur Vermeidung einer unkontrollierten Brandausbreitung, wurde ein Trupp unter Atemschutz in das Gebäude beordert, um eine Riegelstellung aufzubauen. Der Brand wurde über zwei Wenderohre, 3 B und 5 C Rohre im Außen- sowie 3 C Rohre im Innenangriff bekämpft. Eine Brandausbreitung auf das Heulager sowie auf den unbetroffenen Dachstuhl konnte erfolgreich verhindert werden.

Durch die Menge der eingesetzten Strahl- und Wenderohre betrug der Bedarf an Löschwasser zu Spitzenzeiten ca. 8000 Liter pro Minute. Um den Bedarf decken zu können, wurde eine Wasserversorgung von einer nahen Hauptverkehrsstraße aufgebaut. Zusätzlich wurde der Abrollbehälter Wasser/Tank der Kreisfeuerwehrzentrale als Puffer genutzt. So konnte eine ausreichende und stabile Wasserversorgung sichergestellt werden. Zum Schutz der übrigen Löhner Bürger, wurde durch die Feuerwehr Kirchlengern der Grundschutz für die Stadt Löhne während der Löschmaßnahmen sichergestellt.

Der gezielte und massive Einsatz zeigte nach knapp 2,5 Stunden Wirkung, sodass zu diesem Zeitpunkt die ersten Kräfte der Feuerwehr Löhne aus dem Einsatz entlassen werden konnten. Gegen halb Zehn, knapp 6,5 Stunden nach der ersten Alarmierung, konnte der Leitstelle „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Löschgruppe Mennighüffen verblieb noch bis ca. 10:30 Uhr an der Einsatzstelle und stellte eine Brandwache. Insgesamt waren ca. 130 Kräfte im Einsatz. Eine Person wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung durch den Rettungsdienst versorgt und in ein umliegendes Krankenhaus verbracht. Ein Feuerwehrmann verletzte sich während der Löschmaßnahmen leicht, konnte seine Tätigkeit aber weiter fortsetzen. Die Einsatzstelle wurde im Verlauf des Vormittages durch die Brandursachenermittlung der Kriminalpolizei begutachtet. Zur Schadenshöhe können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben erfolgen. Das Gebäude ist im unmittelbaren Bereich des Brandereignis bis auf weiteres nicht bewohnbar.

Eingesetzte Kräfte:

Feuerwehr Löhne mit hauptamtlicher Wache sowie dem Löschzug Gohfeld/Wittel und den Löschgruppen Bahnhof, Mennighüffen, Obernbeck und Löhne Ort

Feuerwehr Hiddenhausen mit Tanklöschfahrzeug und Drehleiter

Feuerwehr Bünde mit Tanklöschfahrzeug

Kreisfeuerwehrzentrale mit Wechselladerfahrzeug + Abrollbehälter Tank/Wasser, Gerätewagen Atemschutz, Gerätewagen Logistik

Feuerwehr Kirchlengern, Löschgruppe Kirchlengern Mitte (für Grundschutz Stadtgebiet Löhne)

Kriminalpolizei Herford, Bereich Brandursachenermittlung

Rettungsdienst des Kreises Herford mit zwei Rettungswagen

 

Insgesamt ca. 130 Einsatzkräfte

    • Fotos: Feuerwehr Löhne

 

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